Inszenierung: Judith Kuhnert
Regieassistenz: Soé Tsimas
Mit Paula Herzig
Eine junge Frau platzt ins Klassenzimmer. Sie ist irritiert. Unsicher, aber bestimmt beginnt sie, Geschichten zu erzählen. Ihre Tasche ist voller Krimskrams und zu jedem Gegenstand scheint Mia eine passende Geschichte spinnen zu können. Und jede anständige Geschichte hat sich dabei gefälligst nach der Erzählerin zu richten, damit es ein Happy End gibt! Schwieriger ist es für Mia jedoch, ihre eigene Geschichte zu erzählen.
Mia ist eine Romni, die vor einigen Jahren mit ihrer Familie vor Krieg und Terror aus der Ukraine nach Deutschland geflohen ist. Kaum schien die Familie in dem neuen Land Fuß zu fassen, da verschwindet Mias dreizehnjährige Schwester spurlos. Seit zwei Jahren sind gelegentliche Postkarten die einzigen Lebenszeichen. „Hört auf, nach mir zu suchen“ – keine Unterschrift.
Mia kann die Schwester nicht verloren geben. Irgendjemand muss sie irgendwo und irgendwann gesehen haben und wird sich an sie erinnern.
Ein Stück von Nick Wood, der auch „Malala – Mädchen mit Buch“ geschrieben hat, über Vorurteile, Fremdsein und Toleranz.